


KARL-SCHNEIDER-PREIS
Im Rahmen der Preisverleihung am 24. September 2007 in den Hamburger Deichtorhallen wurde Sibilla Pavenstedt geehrt: Von der Hamburger Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck erhielt sie den renommierten Karl-Schneider-Preis ausgehändigt, dessen Preisträgerin 2005 sie ist. Zum Abschluss der Verleihungszeremonie bedankte sich Sibilla Pavenstedt mit einer Modenschau in den Kulissen der ebenfalls augezeichneten Bühnenbildnerin des Hamburger Thalia-Theaters, Katja Haß.
Zur Begründung führt die Jury aus: "Sibilla Pavenstedt will mit Ihrer Mode nicht verkleiden, sondern Facetten einer Persönlichkeit unterstreichen. Die Gestaltung von Kleidung heißt für sie: Definition, Illustration, Kommunikation der Persönlichkeit. Das Äußere kommuniziert die innere Schönheit, die unsichtbare Kraft eines starken Charakters wird sichtbar. Das schätzen ihre Kundinnen in Hamburg und weit über die Stadt hinaus. Zur Gestaltung ihrer Hüllen besitzt Sibilla Pavenstedt gute Beobachtungsgabe und bedient sich einer starken intuitiven Wahrnehmungsfähigkeit. Alle Erkenntnisse aus vergangenem und aktuellem Zeitgeschehen werden wachsam von ihr aufgenommen und fließen in den schöpferischen Prozess ein.
Sie bietet eine Maßkonfektion, angesiedelt zwischen Pret-à-Porter und Haute Couture. Sie legt größten Wert auf anspruchsvolle Materialien und auf besondere Schnitttechniken, sodass Kleidung wie Accessoires auf höchstem handwerklichen Niveau gefertigt sind. Die Kollektion besteht aus Einzelstücken, die erst im Atelier auf die Maße der Kundin angefertigt werden.
Sibilla Pavenstedt ging ihren Weg zum Erfolg diszipliniert und konsequent. Sie studierte an der Bremer Hochschule für Künste Modedesign und zwei weitere Jahre in Paris an der École Bercot.
Als Gastprofessorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften gab sie ihr Wissen und ihre Erfahrung als Modedesignerin und Unternehmerin an Studenten weiter. Sie vermittelt Mode-Design als Kunst und Handwerk. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg sammelt bereits ihre Unikate in der Abteilung Mode und Textil."
Dem Preisrichterkollegium gehörten an: Ulli Krieg, Prof. Hans Hansen, Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel, Jana Marko, Wilfried Moll, Dr. Babette Peters, Peter Schmidt.